Pößneck und das Schützenhaus

Redebeitrag auf der antifaschistischen Kundgebung „Gegen Rechte Zentren und bürgerliche Ignoranz“ am 12.09.2009 in Pößneck

Nicht erst seit dem Kauf des Schützenhauses in Pößneck durch Rieger, ist die Stadt interessant für die rechte Szene. Seit Jahren hat sich eine organisierte Struktur von NPD, JN und Kameradschaft im Saale-Orla-Kreis aufgebaut. So marschierten schon am 8. April 2000 Neonazis durch Pößneck und konnten dabei öffentlich den Nationalsozialismus verherrlichten – unter ihnen Aktivisten des Nationalen Widerstandes Jena.
Solche regional wahrnehmbaren Veranstaltungen bilden allerdings nur die Spitze des Eisbergs in Pößneck: Regelmäßig jagten Neonazis linke Jugendliche durch die Straßen, griffen Menschen mit Migrationhintergrund sowie deren Geschäfte an und verteilten weiträumig ihre Propaganda in der Stadt. Doch die Mehrheit der Pößnecker Bevölkerung fühlte sich dadurch wenig gestört. (mehr…)

Kommentar von bunt statt braun

Redebeitrag auf der antifaschistischen Kundgebung „Gegen Rechte Zentren und bürgerliche Ignoranz“ am 12.09.2009 in Pößneck

Heute vor über einer Woche hat das Spiel offiziell begonnen: Das Landratsamt Saale-Orla-Kreis versuchte das „Fest der Völker“ verbieten zu lassen – mit mäßigem Erfolg, aber das gehört zum Spiel. Jetzt gibt es nämlich ein Problem in Pößneck: die Leute zeigen mit dem Finger auf eine Stadt, die nicht zufällig der Austragungsort des vierten Festes der Völker ist. Und das ist ein Problem, weil ein Imageverlust droht, der so natürlich in keinem Fall hinzunehmen ist.
Dass es hier niemandem darum geht, eine ernsthafte Kritik an Nazis zu üben, ist offensichtlich. Seit fast 6 Jahren ist das so genannte Schützenhaus in der Hand des Nazis Jürgen Rieger. Was in Pößneck bisher dagegen aufgeboten wurde, ist eine Farce. (mehr…)

Und ob du wirklich richtig stehst…

Nazifest zum Schützenhaus verlegt!

Nachdem gestern das OVG Weimar darüber zu entscheiden hatte, ob das „Fest der Völker“ nicht vielleicht doch verboten werden soll, gab es eine Einigung zwischen den Nazis und dem Landratsamt: das „Fest der Völker“ findet auf dem Gelände des Schützenhauses statt, also in unmittelbarer Nähe unserer Kundgebung!

Kommt zu antifaschistischen Demonstration & Kundgebung „Gegen rechte Zentren und bürgerliche Ignoranz“!
Treffpunkt 8.00 Uhr unterer Bahnhof, Pößneck
Gemeinsame Anreise aus Jena: 7.00 Uhr Paradiesbahnhof

Es wird Vorkontrollen geben!

EA-Nummer: 0174 – 89 14 114
Infotelefon: 03647 / 43 85 03
WAP-Ticker: no-fdv.hopto.org

EA, Ticker & co für den 12.09.

EA-Nummer: 0174 – 89 14 114
Infotelefon: 03647 / 43 85 03
WAP-Ticker: no-fdv.hopto.org

Eine Karte von Pößneck gibt es hier

Verbot aufgehoben

Der Versuch der „Demokraten“, mit ihrem Rechtsstaat ihr (Rechts)Extremismusproblem zu lösen, ist gescheitert. Das Verwaltungsgericht Gera hat am Mittwoch, wie von uns vermutetet, das Verbot des FdV gekippt. Auch egal… Wir sehen uns in Pößneck!

Neuigkeiten zur Kundgebung

Nach dem heutigen Kooperationsgespräch sieht es momentan so aus, dass die Kundgebung nicht direkt vor dem Schützenhaus stattfinden wird, sondern einige Meter weiter entfernt. Zum Schützenhaus hin sollen Hamburger Gitter uns und das Nazihaus voneinander trennen. Kontrollen bei der Anreise wurden angekündigt. Wir halten Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

Verbotsversuch durch Landratsamt

Heute erging eine Verbotsverfügung für das „Fest der Völker“. Die Erfahrungen mit den letzten Verbotsversuchen für Naziveranstaltungen in Thüringen lässt erwarten, dass das Verbot keinen Bestand haben wird.

So oder so: wir werden am 12.09. in Pößneck sein. Selbst wenn die Nazis an diesem Tag ihr Fest nicht auf dem Viehmart feiern, bedeutet das nicht, dass sie sich in Luft aufgelöst haben. Unsere Kritik richtet sich dann umso mehr gegen das Schützenhaus und den menschenverachtenden deutschen Normalzustand.

Demo & Kundgebung

Gegen rechte Zentren und bürgerliche Ignoranz!

Demostart: 8.00 Uhr Unterer Bahnhof
Kundgebung: ab 8.30 Uhr vorm „Schützenhaus“

Das „Schützenhaus“ ist eine Immobilie des Nazirechtsanwalts Jürgen Rieger und regionales Zentrum der Nazis. Es fungierte in der Vergangenheit immer wieder als Veranstaltungsort sowie logistische Basis der Nazis in Ostthüringen. Dies wird auch zum „Fest der Völker“ wieder so sein…

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